Wie kannst du deinen Farbtyp bestimmen?

Ich zeige dir hier Schritt für Schritt, wie du mit verschiedenen Methoden herausfindest, welcher Farbtyp du bist.

Farbtyp bestimmen

Die meisten Frauen haben sich schon Gedanken darüber gemacht, welche Farben ihnen eigentlich stehen. Denn wenn wir ein bisschen genauer hinsehen und darauf achten, was wir anziehen und wie wir darin wirken, erkennen wir schnell, dass es hier große Unterschiede gibt!

In machen Farben siehst du aus, als hättest du drei Nächte nicht geschlafen, während es in einem anderen Oberteil plötzlich Komplimente hagelt, obwohl du wirklich die Nacht durchgefeiert hast…

Tatsache ist: Farben haben eine starke Wirkung auf dein Gesicht und verändern es stark – positiv wie auch negativ, je nachdem, welche Farbe du trägst.

Vor ca. 20 Jahren fand meine Mutter einige Farbkarten mit Erklärungen dazu, wie man seinen Farbtyp herausfindet, in einer Zeitschrift. Mama und ich setzten uns also auf eine Treppe ans Fenster, nahmen einige Tücher in verschiedenen Farben und bestimmten unseren Typ.

Ich kann mich noch erinnern, als wäre es gestern gewesen: Das pinke Seidentuch stand mir spitzenmäßig! Wir waren uns schnell einig, ich bin ein Wintertyp.

Bei meiner Mutter viel es uns schwerer. Die grünbraunen Augen waren irgendwie nicht so richtig in den Beispielen zu finden, die gebräunte Haut passte nicht zum Wintertyp, die Haare nicht zum Herbsttyp…wir waren uns sehr unsicher und hatten zu wenig Ahnung.

Auch meine Oma, die immer mit von der Partie war, wurde noch schnell “eingeordnet” – leider ging es bei den Beiden weniger gut aus als bei mir! Mama entschied sich für den Herbsttyp und Oma sollte Frühlingstyp sein.

Begeistert von der neuen Idee kauften beide viele Jahre danach ein, bis ich mit Anfang 20 die Ausbildung zur Imageberaterin machte. Eigentlich wollte ich nur üben – hatte dann aber schlechte Nachrichten: Beide lagen damals falsch mit ihrer Einschätzung!

Meine Mutter ist auch ein Wintertyp und meine Großmutter ein zarter Sommertyp.

Nach der ersten Überraschung war es für beide die beste Nachricht überhaupt! Sie kauften neue Kleidung, wechselten Make-up und Brille und wurden mit Komplimenten überhäuft. Heute sind sie strenger mit den Farben als ich es jemals war. 😉

10 Jahre und viele hundert Farbberatungen später möchte ich dir hier zeigen, wie du es besser machen kannst, als wir damals. Mir ist jedoch wichtig, dass du weißt, es ist nicht immer ganz einfach. Vielleicht bist du ein ganz klassischer Typ, der schon lange ahnt, was ihm steht und was nicht. Vielleicht gehört du aber auch zu den Typen, bei denen es nicht so leicht zu sehen ist.

Solltest du dir sehr unsicher sein, lass dich also lieber unterstützen, als 10 Jahre falsch einzukaufen!

Ich arbeite mit den klassischen Jahreszeitentypen, Frühlingstyp, Sommertyp, Herbsttyp und Wintertyp. Nach deiner Farbtypbestimmung kannst du deinen jeweiligen Typ dort noch mal genau kennen lernen.

Es gibt auf dem Markt auch noch andere Systeme mit mehr Farbtypen. Ich habe in den 10 Jahren in meinem Beruf allerdings die Erfahrung gemacht, dass es für die meisten schon schwer genug ist, sich ihren EINEN Typ zu merken und zu unterscheiden.

Den Vorteil der Jahreszeitentypen sehe ich darin, dass sie so heißen, weil die Farben des Typs so in der Natur in der dazupassenden Jahreszeit vorkommen. Eine perfekte Eselsbrücke also.

Immer wieder höre ich auch: “Ich bin ein Mischtyp”.

Ich habe in den vielen vielen Beratungen nie einen Mischtyp gehabt und bin der Meinung, dass es so etwas nicht gibt. Dir stehen ganz klar entweder die warmen ODER die kalten Farben, niemals beides.

Allerdings gibt es Farben, die nicht ganz eindeutig einzuordnen sind, dann stehen sie dir vielleicht deshalb. Auch auf gebräunter Haut und bei jungen Menschen wirken Farben oft anders und nicht so krass.

Und noch etwas: Ich sage ganz klar, dass eine Frau wissen muss, was ihr steht. Denn dieses Wissen kann sich jeder aneignen.

Trotzdem darf Mode auch Spaß machen und wenn deine Farbe mal nicht zu 100% im Farbpass vorkommen, dann ist das einfach mal so…

So, nun lass uns aber loslegen.

Es gibt drei Möglichkeiten deinen Farbtyp zu bestimmen.

  1. Die Farbberatung

Die sicherste Variante, zu bestimmen, ob du ein Frühlingstyp bist, ist auf jeden Fall die Farbtypbestimmung bei einer ausgebildeten Typberaterin. Hier machst du einen Beratungstermin aus und die Farbberaterin nimmt sich viel Zeit, deinen Farbtyp nicht nur zu bestimmen, sondern dir auch genau zu zeigen, warum und welche Farben genau dir besonders gut stehen.

Dabei sitzt du vor einem gut beleuchteten Spiegel und die Beraterin legt dir verschiedene Farbtücher um. Durch die systematische Wahl der Farben im Vergleich direkt am Gesicht siehst du wunderbar, wie es auf die verschiedenen Farben reagiert. Das ist wirklich faszinierend!

Während die Haut in manchen Farben strahlt, Fältchen wie durch Zauberhand verschwinden, die Augen groß und wach sind, Hängebäckchen oder ein Doppelkinn kaum noch zu sehen sind und die Zähne weiß leuchten – ist in der nächsten Farbe genau das Gegenteil der Fall!

Dies macht eine professionelle Beratung übrigens so wertvoll: Wenn du einmal angeleitet von einer kompetente Beraterin an dir gesehen hast, wie Farben dein Gesicht verändern und wie wunderschön du in deinen typgerechten Farben aussiehst, wirst du nie wieder etwas anders tragen wollen! Dazu kommt, dass du genau weißt, auf welche Veränderungen in deinem Gesicht du achten musst, wenn du Farben trägst. Hier wird die Theorie also zur nachempfundenen Praxis und darauf habe ich in meinen Beratungen immer besonders viel Wert gelegt.

 

  1. Die Onlineberatung

Bei der Onlineberatung (zumindest habe ich so gearbeitet), schickst du ein Foto von dir an die Beraterin, eventuell ergänzend dazu noch einige Fragen zu deinem Aussehen.

Dann wird dein Typ analysiert und du bekommst eine detaillierte Auswertung darüber, warum und welche Farben dir stehen und wie du sie in deinem Styling einsetzt.

Eine Online Typberatung ist durchaus eine tolle Alternative, wenn sie von einer erfahrenen Typberaterin angeboten wird. Hier hast du den Vorteil, viel Zeit und meistens auch Geld zu sparen im Vergleich zu einem Termin vor Ort.

 

  1. Die Selbstanalyse

Auch eine Selbstanalyse kann helfen herauszufinden, ob du ein Frühlingstyp bist. Hierbei ist wichtig, dass du eine sehr gute Anleitung hast und dich genau daran hältst.

Zusätzlich solltest du dich ein wenig mit dem Thema befassen und verstehen, was warme und kalte Farben sind und welche zu deinem Typ am besten passen.

Bei der Selbstanalyse setzt du dich im Tageslicht und ungeschminkt vor einen Spiegel und testest verschiedene Farben im Vergleich: Mal warme, mal kalte. Nun schaust du sehr genau hin: Wann strahlt deine Haut, wann sind die Augen müde, wann hast du mehr oder weniger Falten?

Hier noch mal Schritt für Schritt, wie du deinen Farbtyp bestimmst:

1. Schmink Dich vollkommen ab, das ist einfacher.

2. Wenn Deine Haarfarbe nicht mehr der Originalen entspricht und auch nicht der Naturfarbe ähnlich ist, wickel einfach ein weißes Handtuch um den Kopf.

3. Setze Dich an ein Fenster, an dem Du gut Tageslicht hast, aber ohne Sonne.

4. Stell einen Spiegel aufs Fensterbrett, in dem Du Dich gut sehen kannst und ermittel Haut,-Haar, -und Augenfarbe. Betrachte auch Deine Lippen und Zähne genau.

5. Stelle Dir folgende Fragen:

Wie war/ist meine Naturhaarfarbe? Hell oder dunkel? Aschig? Oder haben sie einen goldenen oder rötlichen Grundton (nicht in der Sonne!)

Sind meine Augenbrauen hell oder dunkel?

Wie ist die Augenfarbe? Schau genau hin!

Habe ich eher bläuliche Schatten unter den Augen oder sind sie eher bräunlich?

Sind meine Lippen eher rosig oder eher apricotfarben?

Wird meine Haut schnell braun, wenig oder eher rot?

Hast Du schon mal die Arme mit Freunden verglichen? War Deine Haut da eher gelb oder eher rosa?

Die genaue Anleitung dazu findest du in meinem Kurs „In 30 Tagen zu deinem Stil“

 

  1. Der Farbtyptest

Im Internet beliebt ist der Farbtyptest. Hier beantwortest du einige Fragen zu deinem Aussehen und bekommst am Ende ein Ergebnis. Diese Test können absolut funktionieren – wenn deine Antworten richtig sind!

Das bedeutet aber, du musst dich sehr genau kennen oder ansehen und es ist nicht immer einfach, sich in Haut, – Augen,- und Haarfarbe in der vorhandenen Auswahl wieder zu finden. Ein Farbtypentest ist daher immer eher eine Spielerei, dessen Ergebnis du nicht allzu ernst nehmen bzw. es nachprüfen solltest.

Den TEST kannst du hier machen

 

Ein Wort der Warnung zum Schluss:

Damit ich ruhig schlafen kann, möchte ich dir hier am Ende noch eine kleinen Warnung mit auf den Weg geben: Bitte glaube nicht alles (eher nichts) was du so liest oder hörst!

Viele Menschen, aber auch Modemagazine ernennen sich selbst zu Farbtypexperten. Das Einzige, was sie damit jedoch erreichen, ist Verwirrung. Sooo einfach ist die Bestimmung nämlich dann doch nicht und es gehört tatsächlich nicht nur eine fundierte Ausbildung sondern auch Erfahrung dazu, um hier nicht falsche Dinge zu äußern.

Beim Thema „Farbtypen“ kursieren in den Foren und in vielen Modemagazinen die unglaublichsten Gerüchte! Da werden Prominente in Farbtypen gesteckt, die sie niemals sind und in Foren darüber spekuliert, ob es so etwas wie Farbtypen überhaupt gibt.

„Da glaube ich nicht dran!“ hat mir am besten gefallen.

WICHTIG: Mit Glauben hat dieses Thema absolut nicht zu tun! Es sind reine Tatsachen, die seit mehr als 60 Jahren gelernt werden. Jede Frau, die sich mit dem Thema beschäftigt, sich beraten lässt oder ein Auge für sich hat, weiß ganz genau, welch extreme Unterschiede Farben in unserem Aussehen machen.

Also: Wenn du wirklich wissen möchtest, welche Farben dir stehen und dir dieser Artikel noch nicht weiter helfen konnte, dann hör bitte JETZT auf, weiter im Internet zu suchen. Frage niemals Bekannte oder Freunde, was sie meinen, welcher Farbtyp du bist. Google nach Farbberaterinnen in deiner Nähe und lasse dich beraten. Du wirst ein Leben lang davon profitieren!

Alles Liebe,

Anneli

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